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Tauchtagebuch 2007 Ägypten
2007 Ägypten PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Dienstag, den 26. Januar 2010 um 19:35 Uhr
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2007 Ägypten
Seite 2
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Die Turbinen heulten auf. Das Anschnallzeichen leuchtete auf und nach einigen Sekunden des Wartens presste uns die Schubkraft zurück in die bequem gepolsterten Sitze. Und dann wurde mir schlagartig bewusst, dass wir geradewegs in Richtung Tauchurlaub fliegen würden…

 Lange schon hatte ich mich darauf gefreut mit meinen neuen Buddy Björn Kalbe Tauchen gehen zu können. Nach einigen hin und her entschieden wir uns dann, nicht zuletzt wegen des Geldes, nach Ägypten (Sinai) zu fliegen, um dort die faszinierende Unterwasserwelt zu entdecken. Gebucht hatten wir ein drei Sterne Hotel, südlich von Dahab- das „Happy Life Village“ Es war meiner Meinung nach in guten Zustand. Die Zimmer waren sauber und das Personal sehr freundlich, welches man von einigen Gästen weniger behaupten konnte. Täglich gab es ein anderes Büfett, das meist zu empfehlen war.

Das Hotel wird hauptsächlich von Osteuropäern gebucht, aber auch einige Deutsche waren anzutreffen. Dem Hotel ist eine Tauchschule mit Basis angeschlossen- die „Orca Divers“. Da die Preise arg überteuert waren (308€ für zehn Tauchgänge inklusive Equipment) fuhren wie mit dem kostenlosen Hotelshuttlebus in das etwa acht Kilometer entfernte Dahab, um dort die Preise für die Tauchschulen zuvergleichen. Eine lohnenswerte Überlegung ,wie sich letztendlich herausstellte.

Am Lighthouse (Strandpromenade in Dahab) suchten wir aufgrund von guten Berichten im Internet unter taucher.net eine Tauchbasis- fanden diese aber leider nicht, was dann im Nachhinein wohl auch besser so war. Nach langem hin und her entschieden wir uns für eine tschechische Tauchbasis.

Sofort wurde uns mit einen freundlichen Lächeln ein Rabatt von 20€ für das Zehnertauchpaket pro Person angeboten, den wir dankend annahmen. Damit lag der Preis bei 220€, wobei noch Fahrkosten anfallen. Ein Taxi wird von der Basis bestellt und kostest pro Fahrt sechs Euro (Hin- und Rückfahrt). Jedoch brauch man das Taxi bei geschickter Planung eher selten, da man das kostenlose Busshuttle vom Hotel nutzen kann.

Das Team der Tauchbasis besteht aus allen möglichen Nationalitäten, meist aus Osteuropa. Wir legten viel Wert auf einen deutschsprachigen Guide, der hier auch anzutreffen war. Er stammte aus Ungarn, lebte 15 Jahre lang in Deutschland und hieß Thomas. Das Briefing erfolgte ausführlich und genau. Durch ihn und die gute Ausrüstung/Wartung wurde ein sicheres Tauchen zu jeder Zeit gewährleistet. Deshalb möchten wir uns an dieser Stelle herzlich bei Thomas und den gesamten Team des Lighthouseses bedanken.

Ein weiterer Vorteil der Tauchbasis: es gibt einen kostenlosen Internetzugriff (Pc und W-Lan-Nutzung), sodass man auch im Urlaub seine Mails lesen und verschicken kann.

 

Nun zu unseren Tauchspots:

 

Unseren ersten Tauchgang (Checkdive) machten wir am Lighthouse, dem Hausriff der Basis, wobei wir hier auf eine Maximaltiefe von 16 Metern tauchten. Vorbei an dem Riff, welches an eine Steilwand mit Überhang erinnerte, ging es zum Umkehrpunkt. Zu sehen gab es neben unzähligen Korallen und Fischschwärme, einen Skorpionsfisch, der tödlich für Menschen ist sowie einen stattlichen Kofferfisch, der auf einer Koralle, die einem übergroßen Kohl ähnelte, lag. Auch einen kleineren Blaupunktrochen konnten wir beobachten.

 

Der zweite und dritte Tauchgang führte uns in Richtung Süden, nahe unserem Hotel. Hier betauchten wir zunächst „Moray garden“, wo wir wieder einen Kofferfisch zu sehen bekamen. Außerdem kamen wir in den Genuss eine junge Moräne anzutreffen.

 

 

Beim dritten Einstieg hatten wir auf den ersten Metern extrem schlechte Sicht, was nicht zuletzt am hohen Wellengang lag. Als wir dann jedoch tiefer runtergingen, wurde die Wasserqualität zunehmend besser. Wir tauchten an drei kreisartigen Riffen entlang, die sogenannten „Three Pools“. Trotz besserer Sicht sahen wir lediglich Annemonen. Zwei Feuerfische kreuzten unseren Weg. Dafür beeindruckte die Rifflandschaft umso mehr.

 

 

Zwei Tage später ging es nach Norden- zum „Canyon“, welcher eine Art tunnelförmige Felsformation auf etwa 30 Metern Tiefe ist. Da uns diese so faszinierte, betauchten wir den Spot gleich zweimal. Das Hereinscheinen der Sonnenstahlen in den „Canyon“ ist einfach unbeschreiblich.

Zurück ging es beim zweiten Tauchgang, an diesem Tag, über die „Bubble zone“. Dies ist eine Art überdimensionaler Whirlpool, der durch das Aufsteigen von Luftblasen der Taucher, die sich im „Canyon“ befinden, entsteht. Danach blieb uns ein wenig Zeit zum Relaxen. Typisch für diese Region sind die Beduinen-Lounges, die überall bei Tauch- und Badeplätzen anzutreffen sind. Das Strohdach schützt vor der stechenden Sonne und der Boden wird durch dicke Teppiche und Chillkissen zur idealen Erholungsstätte. Leichte Speisen und Getränke sowie der Schischaverleih versüßen den Aufenthalt, was dort jeder Taucher zu schätzen weiß.

 

 



Zuletzt aktualisiert am Montag, den 15. Februar 2010 um 07:28 Uhr